Bildung für alle. Diesen Slogan haben wir alle irgendwann einmal gehört. Doch wie ist es aktuell darum bestellt, wo auch die Aufnahme eines Studiums wieder eine finanzielle Frage geworden ist?

Mit der erneuten demokratischen Entwicklung nach 1945 in Deutschland haben nicht nur politische Entscheidungen die verkrusteten Bildungssysteme geöffnet, sondern auch die Volkshochschulen haben einen wesentlichen Anteil daran, dass niedrigschwellige Bildung in den Köpfen zu mehr Anerkennung gekommen ist.

Das Grundverständnis deutscher Volkshochschulen ist Bildung für jeden, ohne Berücksichtigung der Herkunft, sozialer Schicht, Alter, Religion oder Staatsangehörigkeit. So ist auch diese Möglichkeit der Weiterbildung eine wichtige Errungenschaft jeder demokratischen Entwicklung.

In öffentlicher Verantwortung sind die Volkshochschulen auch wichtig für die Integration unterschiedlichster Gruppen der Bevölkerung. Hier wird nicht getrennt, sondern gemeinsam ein Alphabetisierungskurs besucht oder ein Schulabschluss nachgeholt. Lernen im zweiten Lebensabschnitt ist wichtig, um so beispielsweise auch MigrantInnen in Deutsch zu fördern. Überhaupt sind Sprachen ein ganz wichtiges Projekt für die Verständigung der Völker im zusammenwachsenden Europa. Verstehen und Begegnungen bilden ein wichtiges Bindeglied dazu.

Lernen in der Gruppe macht Spaß und fördert das Interesse für Neues. Die Volkshochschulen bieten aus unterschiedlichsten Lebensabschnitten ihrer Dozenten eine Fülle an Kompetenz für individuelle Bildungsbedürfnisse, dass Lernen ein integraler Bestandteil für jeden in unserer Gesellschaft werden kann.

Die Vertreter der Wirtschaft fordern lebenslanges Lernen für die Qualifizierung ihre Mitarbeiter ein, und können sich dabei auf die Angebote der Volkshochschulen in Bereichen der modernen Medien, der Umweltbildung und auch den Anforderungen, welche sich durch eine älter werdenden Gesellschaft ergeben, verlassen.

Bildung ist der Schlüssel für ein erfülltes Leben.